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Kurswochen

Gruppenleiterausbildung made by KjG

Die Kurswoche ist der große gemeinsame Rahmen, in dem die Gruppenleiter*innenkurse, die Aufbaukurse und die Kursleiter*innenausbildung stattfinden. Es finden bis zu zehn Kurse der einzelnen Dekanate bzw. der Diözesanebene statt. Sie findet jedes Jahr in den Allerheiligenferien (Samstag bis Freitag) und in der 2. Woche der Osterferien (Montag bis Sonntag) im Jugendhaus Josefstal und in der Jugendbildungsstätte Königsdorf statt. Ein dreiköpfiges Team organisiert als Kurswochenleitung (KWL) das Rahmenprogramm, kümmert sich um den Gottesdienst und die Moments of Spirits, sorgt für ein Format, in dem sich die Kursleiter*innen austauschen können und unterstützt die Kursleiter*innen organisatorisch bei der Durchführung ihrer Kurse. Gemeinsam erleben die Kursteilnehmer*innen den Auftakt, den Gottesdienst, die bunten Abend und die große Abschlussparty. Sowohl die KWL, als auch die Kursleiter*innen sowie die Teilnehmer*innen erleben eine Woche KjG-Feeling pur!

Osterkurswoche Josefstal 2016: Eine Woche gefangen im Kurswochenbann?!

Am Ostermontag traten 75 hochmotivierte Kursteilnehmer ihre Kurswoche in Josefstal an. Im Schlepptau hatte sie ihre 16 Kursleiter die sich unter viel Protest auf eine weitere Partywoche eingelassen hatten. Am frühen Abend durfte die liebe KWL alle 7 Kurse herzlichst in Empfang nehmen.

Doch bevor die Eröffnung ihren Lauf nehmen konnte, wurde die komplette Kurswoche von den örtlichen Behörden in Untersuchungshaft verwiesen. Zum Glück aller Teilnehmer stellt sich heraus, dass die KWL aus drei äußerst kompetenten Anwälten bestand. Da eine schnelle Freilassung nicht in Sicht war, gingen alle Kurse zum Gefängnisalltag über. Dennoch hat die großzügige Justiz eingestanden, die Kurswoche innerhalb der Gefängnismauern stattfinden zu lassen. Somit konnten die Kurse ihrem geregelten Ablauf folgen und am Dienstag den Anwälten ihre Alibis vorlegen. Allerdings waren jene nicht handfest genug um die Kurse zu entlasten. Aus aller Verzweiflung fand daher am Mittwochabend ein allgemeines Fluchttraining statt und die Kurse entwickelten Fluchtstrategien, mit denen ein Ausbruch sicherlich gelungen wäre. Doch am Ende siegte natürlich das gute Gewissen und wir bliesen unseren Fluchtversuch ab. Um eine gute Führung zu zeigen, haben fast alle verdächtigten Kurse an einem Resozialisierungstanzprogramm teilgenommen. Seitdem war der „Jailhouse Rock“ in den Alltag und den Köpfen integriert. Leider war es nicht bekannt, ob Chirurgische Eingriffe an Obst im Gefängnis erlaubt waren, weshalb der Grundkurs Forstenried seine Forscherarbeit bis zum vorletzten Tag verdeckt hielt. Zum Zeichen der guten Führung, verwandelte der GK Laim das gesamte Gefängnis in ein großes Kunstwerk. Dabei stellte sich oft die Frage: „Kunst – oder kann das weg?“ Nicht alle waren einverstanden mit so viel Kunst. Daher wirkte der Grundkurs Pasing Nemo dieser mit Dunkelheit entgegen. Dies lebten sie mit Tast – und Geruchsaufgaben sowie einer Geisterbahn aus. Der Mini AK entschied sich dazu, den Konsens sausen zu lassen und ihren Gefängnisalltag mit Spielen aufzulockern. Um der Realität zu entrinnen, flüchtete der Aufbaukurs Pasing Dorie während ihrem Konsens in die „Dreamworld“. Allerdings wurden alle unsanft auf dem Boden geholt, die die „kulinarischen“ Leckereien vom Grundkurs Pasing Marlin probierten. In einem Mixer wurden die aller feinsten Getränke produziert. Leider war uns nicht bekannt ob die Zauberpilze vom Grundkurs Giesing mit verarbeitet wurden. Jene waren allerdings sehr rar und nur von speziell ausgebildeten Pilze-Sammlern zu finden. Aber im Ghetto findet man ja heutzutage alles. Und bevor wir uns versehen haben war schon Samstag. Der Alptraum für jeden Kürsling. Unser speziell ausgebildeter Gefängnis-Pfarrer Stefan hat es mal wieder geschafft den Gottesdienst super zu gestalten. Im Anschluss konnte die Über-KWL die vorzeitige Freilassung verkünden, da es sich um eine drastische Verwechslung handelte. Die ausgeschütteten Glückshormone riefen eine exzessive Party innerhalb der Gefängnismauern auf den Plan. Ein extra angeheuerter DJ brachte die Menge mit einer riesen Lichtanlage und ihren Musikwünschen in Partystimmung. Allerdings war die Katerstimmung am nächsten Tag keinem aus dem Gesicht zu nehmen. Daher kam die Aufräumarbeit ziemlich ungelegen, wurde aber zügig durchgeführt. Somit stand unserer Freilassung am Sonntagnachmittag nichts mehr im Wege. Unter vielen Tränen verabschiedeten sich die Kurse und gingen alle ihren Weg. Für alle die nochmal auf Kurswoche fahren wollen, haben wir hier die beste Packliste die ihr finden werdet:

Packliste für die perfekte Kurswoche:

     

  • 15 Avocados
  • Viel Schokolade
  • Rock`n Roll – Tänzer
  • Ein bisschen Ghetto
  • Zauberpilze
  • Mixer
  • Künstlerisches Talent
  • Eine Chirurgenplastikente
  • Gute Laune
  • Duden
  • Nerven aus Stahl
  • Kinderschminke
  • Desinfektionsmittel
  • Deo
  • Whiskymixer
  • Decken
  • Bravo`s
  • HDMI – Anschlüsse
  • Fli – Fla – Flu
  • Ladekabel
  • ...
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Für uns bleibt nur zu sagen: Es war mal wieder eine super verrückte, verdrehte, innovative, kreative, produktive, abgedrehte, spaßige, innovative, kreative, lustige und geile Kurswoche. Vielen Dank an alle die dabei waren und das möglich gemacht haben.

Der letzte macht das Licht aus!

Eure liebe KWL

Vroni, Pirmin, Vroni